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fadenheft

EiN KULTURMAGAZiN

Spruch #7

Achtung! Betreten der Eisfläche verboten!“

Dieser Spruch ist genau wie ein Spruch sein sollte. Er macht auf sich aufmerksam. Er sagt, was er zu sagen hat. Und das mit so wenigen Wörtern wie möglich.

Zwar kann unser Gehirn Verneinungen und entsprechend auch Verbote nicht verarbeiten. Aber was macht das schon bei einem Warnschild, das tagein, tagaus, das ganze Jahr hindurch, an ein und demselben Ort an einem Teich steht? Wir werden ihm folge leisten. Vor allem im Hochsommer. Übrigens: Das Baden im Teich ist nicht verboten. Obwohl es sich vermutlich als mindestens genauso gesundheitsschädigend erweisen dürfte.



 

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Collage
Eva Prim – Collage1

Selbstbestimmung und Chancengleichheit für Frauen

ChildFund Deutschland ruft zur Zeit dazu auf, eine Petition an den Entwicklungsminister Gerd Müller zu unterschreiben. Der Minister soll darin aufgefordert werden, die Selbstbestimmung und Chancengleichheit von Frauen in den Mittelpunkt der Verhandlungen um die nachhaltigen Entwicklungsziele zu stellen. Geschlechtergerechtigkeit soll als wichtiges Thema auf den Agenden der Finanzierungskonferenz in Addis Abeba (13. – 16. Juli) oder dem schlussendlichen Beschluss der SDGs in New York (25. – 27. September) stehen.

Die „Sustainable development goals“ (SDGs) sind ein Ergebnis der Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen.

Eine Online-Unterschrift ist möglich direkt über die Homepage von ChildFund Deutschland oder  über change.org. Dort ist auch der Aufruf zu lesen. Von den angestrebten 15.000 Unterschriften sind bis heute (01.09.2015) bereits 13.734 zusammengekommen. Es fehlen also noch 1.266 Unterschriften.

Über die Ziele der deutschen Entwicklungspolitik und die deutschen Milleniumsziele informiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf seiner Homepage. Von dort kann auch der Bericht der Bundesregierung vom 03.12.2014: „Die deutsche Position für die Verhandlungen über die Post-2015-Agenda für nachhaltige Entwicklung“ als pdf-Datei heruntergeladen werden.

Gegenwartslyrik

Lyrik wird im Internet auf den verschiedensten Portalen vorgestellt. Alte und neue Gedichte in diversen Sprachen. Ein Projekt, das sich auf internationale zeitgenössische Lyrik spezialisiert, ist lyrikline.org.

Das Besondere an diesem Portal: Die ausgewählten Gedichte sind werden nicht nur schriftlich präsentiert, sondern jedes einzelne wird auch in einer von der Autorin bzw. vom Autoren selbst gesprochenen Hörfassung dargeboten.

Zu vielen der Gedichte gibt es Übersetzungen in andere Sprachen bzw. ins Deutsche.

Wer sich bei dem Portal registriert, kann zusätzlich zur Suchfunktion auch Listen anlegen, auf denen Gedichte gesammelt werden können. So geraten sie nicht wieder in Vergessenheit und können leicht wiedergefunden werden. Und wer sich mit einem Gedicht überraschen möchte, bekommt nach einem Klick auf den „Push“-Button ein Zufallsgedicht angezeigt.

Angeboten wird lyrikline.org von der Literaturwerkstatt Berlin in Kooperation mit den internationalen Netzwerkpartnern von lyrikline.

Spruch #6

Wer Männer verstehen kann, kann auch durch Null teilen.“

Gut zu wissen. Ich hätte nicht gedacht, dass die Fähigkeit, Männer zu verstehen, einen solchen Mehrwert hat. Denn wer wollte nicht gern durch Null teilen können? Mir jedenfalls würde es – denke ich – Freude bereiten. Leider gilt, schon von der logischen Struktur her, nicht auch das Gegenteil zwingend. Denn durch Null teilen zu lernen, ist ein relativ abgegrenztes Problem mit einer eindeutigen Problemstellung, dass wir entweder lösen können oder auch nicht. Und wenn wir durch dessen Lösung gleich auch Männer verstehen könnten, eine ausufernde Problemstellung mit immer neuen Varianten, die uns in weiter und weiter in morastige Untiefen – also gut, ich höre schon auf …



 

„Natur“ als Argument #3

“Natur” wird immer wieder als Argument verwendet, um bestimmte Ansichten zu stärken. Was sagt die Argumentation aus – und was nicht?

 

1. Einleitung

In den ersten beiden Teilen dieser Serie haben wir uns angeschaut, wie eine Argumentation aufgebaut sein könnte, die beweisen soll, dass „Natur“ ein Argument für bestimmtes menschliches Handeln ist (erster Teil) und ob von der angenommenen „Natürlichkeit“ einer Praktik auf deren „Richtigkeit“ geschlossen werden kann (zweiter Teil). Im dritten Teil schließlich wollen wir untersuchen, was aus der im ersten Teil aufgestellten Argumentation geschlussfolgert werden kann – und was nicht.

Weiterlesen „„Natur“ als Argument #3″

Spruch #5

Die Welt war noch nie so unfertig.“¹

Erstmal durchatmen. Da hat der Deutsche Handwerkstag etwas festgestellt, was ihm wichtig genug ist, es uns mitzuteilen. Auf schönen, großen Plakatwänden. Was aber soll es bedeuten, dass die „Welt noch nie so unfertig“ gewesen sei? Welche Welt war noch nie so unfertig? Die Erde? Das Weltall? Die Natur? Die menschliche Zivilisation?

Und wieso unfertig? Woran erkennen wir, ob sie fertig ist oder nicht? Und wenn sie noch nie so unfertig war, müssen wir dann annehmen, dass sie in früheren Zeiten fertiger als heute gewesen ist? Sich also zur Unfertigkeit zurückentwickelt hat? Ein Verfall vom goldenen bis zum digitalen Zeitalter?

Wodurch nur hat sich dieser Verfall ereignet? Und was können wir dagegen tun? Das Handwerk als Lösungsansatz klingt zwar verlockend. Allerdings wird das Handwerk schon mindestens seit der Antike betrieben. Es scheint also bisher nicht in der Lage gewesen, die Unfertigkeit  zu bemeistern – im Gegenteil. Warum schlägt es sich dennoch als Lösung vor?

Und nicht zuletzt stellt sich mir die Frage: Ist es überhaupt ein Problem, dass die Welt unfertig ist?


 

¹Deutscher Handwerkskammertag (DHKT) e. V – http://handwerk.de/handwerk



 

Spruch #4

No paper – the risk of life“

Ein Spruch aus dem wahren Leben. Ein Klassiker. Der sich immer wieder bewahrheitet. Und eine Herausforderung für jeden Menschen, der nicht wie Walter Kempowskis Vater stets einige Blatt Toilettenpapier im Ärmelaufschlag mit sich trägt.



 

„Natur“ als Argument #2

„Natur“ wird immer wieder als Argument verwendet, um bestimmte Ansichten zu stärken. Lässt sich logisch von der Natürlichkeit einer Praktik auf deren Richtigkeit schließen?

1. Einleitung

Im ersten Teil dieser Serie haben wir den Aufbau einer Argumentation betrachtet, die beweisen soll, dass „Natur“ ein Argument für bestimmtes menschliches Handeln ist. Wir haben nachvollzogen, welche Prämissen gesetzt sind bzw. hinzugenommen werden müssen, um gültige Argumentationen aufzustellen. Zur Erinnerung: Eine Argumentation ist dann gültig, wenn es zutrifft, dass wenn die Prämissen wahr sind, auch die Konklusion wahr ist.
Im zweiten Teil wollen wir uns nun die aufgestellten Prämissen genauer anschauen, d.h. wir wollen versuchen festzustellen, ob die Prämissen tatsächlich wahr sind. Denn nur in diesem Fall wäre die Argumentation nicht nur gültig, sondern auch schlüssig. Eine Argumentation ist, wie bereits im ersten Teil festgestellt worden ist, schlüssig, wenn sie gültig ist und ihre Prämissen tatsächlich wahr sind.

Weiterlesen „„Natur“ als Argument #2″

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